40. Todestag von Frank Duff – 100 Jahre Legion Mariens

Am 7. November gedachte unsere Mitgliedsorganisation Legion Mariens des 40. Todestages ihres Gründers Frank Duff. Sie feiert im Jahr 2021 ihr 100-Jahr-Jubiläum.

Frank, geboren am 7. Juni 1889, Sohn von John Duff und Susan Laetitia geb. Freehill, war das älteste von sieben Kindern, besuchte das College und arbeitete dann als Beamter im Finanzministerium und kurze Zeit als Privatsekretär des Verteidigungsministers. 1913 trat er der Vinzenz von Paul-Gesellschaft bei, die sich der Armen in Dublin annahm. 1915 trat er in den Dritten Orden der Karmeliter ein. Nach der Lektüre eines Buches von Ludwig-Maria Grignion de Montfort über die Verehrung der Maria gründete er 1921 gemeinsam mit Pfarrer Michael Toher die Gemeinschaft Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit, die in Legion Mariens umbenannt wurde und sich Missionseinsätze auf den Straßen der Stadt, Besuche in Krankenhäusern und Betreuung von Randgruppen zur Aufgabe stellte. 1922 wurde eine Herberge für ehemalige Prostituierte eröffnet, 1927 eine Unterkunft für obdachlose Männer und 1930 ein Haus für ledige Mütter. In seiner Schrift Können wir Heilige sein? hatte Frank Duff schon 1916 erläutert, dass alle Katholiken berufen und befähigt sind, Heilige zu sein.

Die “Legion Mariens” breitete sich aus in Irland, ab 1928 in Schottland, später weltweit. 1928 verfasste Frank Duff die Regel. Nach seinem Besuch bei Papst Pius XI. 1931 erfuhr seine Laienorganisation kirchliche Anerkennung. 1934 gab Duff seinen Beruf auf und widmete sich ganz seiner Legion. Eine 1941 gegründete Gesellschaft zum Dialog zwischen Katholiken und Protestanten wurde nach einigen Jahren wieder aufgelöst. 1965 wurde Frank Duff als Beobachter zum 2. Vatikanischen Konzil eingeladen. Er starb am 7. November 1980.

Ich bin der Überzeugung, dass die gesamte christliche Lehre die Triebfeder unseres Handelns sein muss. Maria versinnbildlicht die Fülle dieser Lehre auf wunderbare Weise. Dies lässt sich zusammenfassen in dem einfachen Gedanken, dass wir die ganze Zeit in Vereinigung mit Maria für ihren Sohn arbeiten. Wir sind ihre Werkzeuge dazu, ihn zu nähren, ihm zu dienen, ihn den Menschen zu geben. Wenn wir es ihr ermöglichen wollen, diese Aufgabe zu erfüllen, dann müssen wir uns offensichtlich ganz hineinnehmen lassen. Wir müssen uns bemühen, Mariens Geist in uns aufzunehmen und unsere Pflichten nach ihrer Art zu verrichten. Wir arbeiten in ihrem Geiste, wenn wir sie stets wenigstens indirekt und zu gewissen Zeiten auch ausdrücklich im Sinne haben. Wir passen uns ihrer Arbeitsweise an, wenn wir versuchen, alles richtig zu machen, so wie sie selbst nach unserem Dafürhalten die Dinge tun würde.

(Frank Duff: Der Geist der Legion Mariens. Fribourg / Konstanz / München 1960, S. 232)

Die “Legion Mariens” hat heute in fast allen Ländern der Welt fast drei Millionen aktive Mitglieder, dazu ein Vielfaches an betenden “Hilfslegionären”.

“Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Geschöpfen das Evangelium” – Apostolat in den Pfarren und darüber hinaus

Die Legion Mariens steht dem Diözesanbischof und dem Pfarrer zur Verfügung: Die Gruppe vor´Ort in der Pfarre wird Präsidium genannt – alle Legionäre sind Teil eines Präsidiums. Sie übernimmt jede Art sozialen Dienstes und katholischer Aktion, die nach dem Urteil dieser kirchlichen Amtsträger den Legionären angemessen und dem Wohl der Kirche förderlich ist. Ohne Erlaubnis des Pfarrers oder des Ordinarius werden Legionäre niemals in einer Pfarre eine derartige Aufgabe in Angriff nehmen. Aufgabe der Legionäre ist es, die Kirche zu den Menschen zu bringen. Das Apostolat zielt auf die Herstellung des persönlichen Kontakts durch direktes Ansprechen ab. Die meisten Präsidien sind in Pfarren beheimatet, wo sie auch mitarbeiten. Sie machen Tür-zu-Tür-Besuche, führen Glaubensgesprächsrunden, laden zur Mitfeier der Heiligen Messe ein, machen Besuche in Kranken-, Alters- und Pflegeheimen, aber auch in Haftanstalten und Gefängnissen, engagieren sich im Straßenapostolat und besuchen, auf Wunsch des Pfarrers, Ausgetretene sowie Kirchenbeitragssäumige. Manche Präsidien führen auch Gruppen für Kinder und Jugendliche. Überpfarrliche Präsidien betreuen spezielle Gruppen wie Straßenmädchen, Obdachlose, Drogensüchtige, Aidskranke, Häftlinge und Haftentlassene.